Ein verein als basis, um eine Schule zu gründen

Wir freuen uns, denn wir haben schon einiges geschafft. Seit den ersten Treffen hat sich eine feste Gruppe engagierter und motivierter Eltern zusammengefunden. Wir haben den Verein, die "Gemeinschaft für selbstbestimmtes Lernen e.V. " ins Leben gerufen, sind mittlerweile ein eingetragener Verein, mit eigener Satzung, Beitragsordnung und was dazu gehört. Jeder Interessierte hat die Möglichkeit, sich bei uns als ordentliches Mitglied oder Fördermitglied anzumelden und wenn gewünscht gerne aktiv einzubringen.

Für alle weiteren Schritte, bis hin zur Eröffnung der Demokratischen Schule, haben wir uns zunächst gut strukturiert und in verschiedene Arbeitskreise aufgeteilt. Diese arbeiten autonom an den verschiedenen Themenbereichen und Aufgaben und stellen ihre jeweiligen Ergebnisse in den monatlichen Vereinstreffen vor und stimmen diese mit den übrigen Mitgliedern ab. 

Wir planen ab Herbst 2018 und das ganze nächste Jahr über an unserer Sichtbarkeit in Ingolstadt und der Region zu arbeiten. Des Weiteren nutzen wir die Zeit, um das Konzept zu schreiben und mit größter Sorgfalt die Anmeldeunterlagen für das Ministerium vorzubereiten. Außerdem müssen Investoren und eine passende Location - am Besten in ruhiger Lage mit viel Natur -  gefunden werden.

Sollte alles klappen, ist unser realistisches Ziel, im Herbst 2020 die Schule zu eröffnen.

Leider ist Bayern der Nachzügler in der deutschen Bildungslandschaft

Obwohl das Prinzip demokratischer Schulen in Deutschland in manchen Bundesländern nichts Neues ist- z.B. existiert die Kapriole in Freiburg schon seit über 20 Jahren - ist Bayern von allen großen Bundesländern das Einzige, in dem es bisher keine einzige, aktuell zugelassene, Demokratische Schule in Betrieb gibt. Die Sudbury Schule am Ammersee, die von 2014-2016 in Betrieb war, wurde wieder geschlossen und seither kämpft die Schulgemeinschaft für ihre Wiedereröffnung vor Gericht. Das Verwaltungsgericht München hat die Klage am 30. Juli 2018 jedoch zum Bedauern aller endgültig abgelehnt. Hier findet ihr die offizielle Pressemitteilung des Gerichts: Link.

 

Alle bayrischen Grundüngsinitativen ziehen an einem Strang

Neben Ammersee und Ingolstadt gibt es allerdings auch noch weitere Initiativen in München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg und Regensburg. In all diesen Städten stehen die Initiatoren in den Startlöchern und arbeiten unter Hochdruck daran, dass dort in den nächsten Jahren Demokratische Schulen entstehen.

Durch den Zusammenschluss dieser bayerischen Initiativen zur EUDEC Untergruppe: EUDEC - Bayern und dem Austausch bei den regelmäßig stattfindenden Treffen, ist uns bewusst geworden, wie unterschiedlich die Anträge in den unterschiedlichen Regierungsbezirken bearbeitet wurden.

Es gibt bayernweit keine einheitlichen Richtlinien zur Eröffnung einer Privatschule. Die im Bayerischen Gesetz geregelten Rahmenbedingungen sind sehr vage und somit auch bis zu einem gewissen Grad Auslegungssache der jeweiligen Regierungsbezirke. Demokratische Schulen gehen von Grund auf anders an das Thema Bildung heran und sind somit nicht direkt mit Regelschulen vergleichbar. Es ist also wichtig, dass den Besonderheiten in der pädagogischen Konzeption Demokratischer Schulen Beachtung geschenkt wird und auch Inspektoren darüber in Kenntnis gesetzt werden.

Daher werden wir in einem nächsten Schritt zu allererst geschlossen an das Bildungsministerium herantreten und einheitliche Richtlinien zu Eröffnung von alternativen Schulen erbeten.