Allgemeine Grundsätze

Demokratie 2.0

Demokratie hat viele Facetten - so auch die Meinungen der Menschen an unserer Schule. Jede einzelne Stimme ist uns wichtig und wird angehört. Um dem gerecht zu werden, orientieren wir uns an den vier soziokratischen Prinzipien.

 

Die vier soziokratischen Prinzipien:

  1. Konsent - Entscheidungen werden mit Hilfe von Moderation im Konsent getroffen. Einwände werden gehört und in den Beschluss integriert, schwerwiegende Einwände müssen im Sinn der Ziele argumentiert werden.

  2. Kreisorganisation - Die Soziokratie ist eine in Kreisen aufgebaute Struktur. Innerhalb eines Kreises sind alle gleichwertig, jeder Kreis trifft innerhalb des festgesetzten Rahmens autonom seine Entscheidungen.

  3. Doppelte Verknüpfungen - Jeder Kreis ist mit dem übergeordneten Kreis doppelt gekoppelt, indem LeiterIn und DelegierteR eines Kreises diesen im nächst höheren Kreis repräsentiert.

  4. Offene Wahl - Menschen, die Funktionen und Aufgaben übernehmen sollen, werden in einem moderierten Prozess nach offenem Diskurs im Konsent gewählt.


Niemand kann seine Potenziale alleine entfalten. Jeder Mensch braucht dazu immer die Beziehung zu anderen.
— Gerald Hüter

Bindung & Beziehung

Jeder Schüler wählt seine eigene Vertrauensperson, da wir das Bedürfnis nach einer zuverlässigen und zugewandten Beziehung als einen natürlichen und berechtigten Bestandteil der Persönlichkeits-entwicklung sehen. In einer vertrauensvollen Umgebung wird Kommunikation auf Augenhöhe gelebt. Im respektvollem Miteinander entwickeln sich Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl.


Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema unserer Zeit und fängt bei jedem Einzelnen im Geiste an. Ein bewusster und respektvoller Umgang mit den Ressourcen im Einklang mit Mensch und Natur ist für uns essentiell.

 

Selbstbestimmt Leben und Lernen

Jeder Schüler lebt und lernt nach seinem eigenen Rhythmus und seinen eigenen Interessen. Was, wo, wie, wann und mit wem gelernt wird kann jeder für sich selbst bestimmen. So entsteht Raum für individuelle Entfaltung und eigenständiges Erforschen.

 

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren!

Gleichwürdigkeit

Diese Grundhaltung, wie sie in der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen niedergeschrieben ist, bildet die Basis all unseren Handelns.
Wir achten die Integrität und Gleichwürdigkeit aller Menschen. Wir betrachten Kinder als vollwertige Menschen und begegnen Ihnen dadurch auf Augenhöhe.


Gewaltfreie Kommunikation

Die gewaltfreie Kommunikation ist zentraler Bestandteil des Schulalltags. Sie soll den Kommunikationsfluss erleichtern und Konflikte friedlich lösen. Dabei werden Lösungen gefunden, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme, Respekt und Konsens basieren. Die Werte und Bedürfnisse aller Beteiligten werden berücksichtigt und ein Sprachgebrauch gefördert, der das Wohlwollen verstärkt und Ablehnung oder Abwertung vermeidet.


Gesellschafts- und Gemeinschaftsbewusstsein

Unser Lern- und Lebensort ist Teil einer Gesellschaft, die wir tagtäglich durch unser Handeln mitgestalten. Wir stehen in unmittelbarem Kontakt mit unserer Umwelt und sind offen für Bereiche, die fernab von „typischen“ Schulthemen sind.
Die Menschen an unserer Schule sind Gestalter einer verantwortungsvollen, bewussten und aktiven Gemeinschaft.