Pädagogische Grundsätze

 

Altersmischung

Statt fester Klassen gibt es eine durchgängige Altersmischung. Kinder und Jugendliche aller Jahrgänge verbringen gemeinsam ihren Alltag.
Die altersgemischte Gemeinschaft bietet Raum für lebensnahes Lernen. Die Lernenden bekommen die Möglichkeit, sich ständig sowohl mit Älteren als auch mit Jüngeren auszutauschen. Auch bekommt jeder die Chance in die Rolle des Lehrenden zu treten. So ist jeder „Lehrer“ und „Schüler“ zu gleich.


Die Altersmischung bietet vielfältige Gelegenheiten, sich gegenseitig zu helfen. Die Schüler und Schülerinnen entwickeln Kooperationsfähigkeit und Fürsorge. Durch das altersgemischte Miteinander von Menschen, mit unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsständen wird das Bewusstsein für die Individualität jedes Einzelnen geschärft. So wird die Achtung und Toleranz vor dem Anderssein gefördert.

 

Schulversammlung

Die Schulversammlung als demokratische Institution ist das wichtigste Organ an unserer Schule. Einmal wöchentlich wird sie einberufen und alle an der Schule beteiligten Menschen können daran teilnehmen. In der Schulversammlung werden alle Themen diskutiert und abgestimmt, die den Schulalltag betreffen. Die Stimme eines jeden Teilnehmers ist gleichwertig und gleichberechtigt. Die Entscheidungsfindung erfolgt nach soziokratischen Prinzipien. Alle Mitglieder der Schule können Anliegen und Wünsche in die Schulversammlung einbringen.

Durch die gelebte Demokratie an der Schule, lernen Kinder aktiv und permanent ihre eigene Meinung zu formulieren und zu vertreten. Außerdem lernen sie andere Meinungen zu achten und Kompromisse zu schließen. Jeder erfährt, dass seine eigene Meinung Relevanz besitzt und dass das Einbringen einen Einfluss auf die Gestaltung der Schule hat.  

 

Bewertungsfreiheit

Jeder Mensch kommt wissbegierig und lernwillig auf die Welt, mit dem beständigen Bedürfnis sich immerfort weiterzuentwickeln. Diese intrinsische Motivation (innere, aus sich selbst entstehende Motivation) hat einen enormen Einfluss auf unsere Lernbereitschaft. Dinge, die uns interessieren, lernen wir mit Spaß und Freude auch wenn sie mal herausfordernd oder schwierig sind. Wir lernen sie um ihrer selbst Willen und nicht um eine Belohnung zu erlangen oder eine Bestrafung zu vermeiden.

Schulnoten, unabhängig davon, ob gut oder schlecht, zerstören zudem die intrinsische Motivation. Positive Eigenschaften der inneren Motivation, wie das Erbringen von stärkeren Leistungen, ein besserer Umgang mit seinen Niederlagen oder eine höhere Selbstkompetenz gehen damit verloren. Schlechte Noten sind demotivierend und frustrierend. Zudem sind Noten nur scheinbar objektiv und stark abhängig vom Lehrer.

Durch die Bewertungsfreiheit lernen die Schüler, sich selbst zu genügen und mit Ihrer Leistung zufrieden zu sein. Wir haben Vertrauen, dass Kinder das lernen, was richtig und wichtig für sie selbst ist. Die Interessen und Leistungen sind so individuell und einzigartig, dass wir sie weder vergleichen, noch bewerten wollen.

 

Hinweis: Unser detailliertes pädagogisches Konzept ist noch in Bearbeitung. Veröffentlichung folgt!